TEDDY Talents Talks
Confusion as Catalyst: Queering Cinema Beyond Boundaries
Dienstag, 17. Februar 2026
17:00 - 18:30
Radialsystem I , Holzmarktstr. 33, 10243 Berlin
In dieser vierten Ausgabe der Teddy Talents Talks, einer gemeinsamen Initiative des TEDDY Award, der Queer Academy und Berlinale Talents, laden wir vier Filmschaffende ein, über die konzeptuelle Kraft der queeren Form nachzudenken. Wie navigieren queeres Kino und wir als Kreative das Spannungsfeld zwischen Ambiguität und Transgression? Öffnet das, was sich jeder Kategorisierung entzieht, den Raum für radikale Erkenntnisse und spielt mit eben dieser Desorientierung, um neue Formen hervorzubringen? Indem wir die filmische Form queeren und neue Bewegungsbahnen jenseits heteronormativer Linien nachzeichnen, entdecken wir vielleicht eine besondere Art von Brillanz, die nur aus den Rändern heraus entstehen kann?
MODERATION
Djamila Grandits
Kulturarbeiterin, Kuratorin, Filmprogrammiererin
Pronomen sie/ihr
Djamila Grandits ist eine in Wien ansässige Kuratorin und Filmprogrammiererin. Sie ist Teil von CineCollective und D—Arts und arbeitet derzeit im Vorauswahlkomitee der Sektion Berlinale Panorama. Zuvor war sie Mitglied der Dokumentarfilmkommission der Zürcher Filmstiftung.
In der Vergangenheit programmierte sie unter anderem für die Diagonale, DOK Leipzig, das Kasseler Dokfest, sixpackfilm, frameout sowie tricky women – tricky realities. Ihre kuratorische Praxis ist geprägt von Fürsorge und Neugier für filmische Bewegtbildpraktiken sowie für kollektive und spekulative kuratorische Bewegungen.
PANELISTS
Daniela Vega
Schauspielerin, Opernsängerin, Autorin und Produzentin
Pronomen sie/ihr
Daniela Vega ist eine chilenische Schauspielerin, Opernsängerin, Autorin und Produzentin. Internationale Bekanntheit erlangte sie durch ihre Hauptrolle in A Fantastic Woman (2017), der als erster chilenischer Film mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet wurde. Zudem schrieb sie Geschichte als erste transgeschlechtliche Frau, die bei der Oscarverleihung präsentierte. 2018 wurde sie vom Time Magazine in die Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt aufgenommen.
Sie ist Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Daniela Vega arbeitete in spanisch-, englisch- und italienischsprachigen Produktionen und übernahm unter anderem Rollen in den Serien Tales of the City (USA), The Power (Großbritannien), La Jauría (Chile), Once Upon a Time… Happily Never After (Spanien) und La Rebelión (Mexiko). Zu ihren Filmrollen zählen Technoboys (Mexiko), Futura (Italien), La Visita und Run Over (Chile). Darüber hinaus war sie auch als Produzentin tätig und an dem Dokumentarfilm Peace, Peace, Now, Now beteiligt.
Sie ist Autorin des Buches Rebeldía, resistencia y amor (Planeta Verlag) und arbeitet derzeit an ihrem nächsten Buch.
Daniela Vega erhielt zahlreiche Auszeichnungen als Beste Schauspielerin, darunter 2018 die Platino Awards (Mexiko), den Preis des Palm Springs International Film Festival (USA) sowie den Preis des Internationalen Festivals des Neuen Lateinamerikanischen Films in Havanna (Kuba) und weitere Ehrungen.
Sarnt Utamachote
Künstler*in, Kurator*in, Filmprogrammierer*in
XPOSED Queer Film Festival Berlin / Sinema Transtopia
Pronomen dey/dem
Sarnt Utamachote ist eine südostasiatische, nichtbinäre Filmschaffende*r und Kurator*in mit Sitz in Berlin. Deys Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Migration, Communitys, Archiven und Vorstellungen von Queerness und wechseln zwischen den Medien Film, bildender Kunst und Schreiben. Sarnt ist Teil von Kollektiven wie un.thai.tled und Cruising Curators.
Die laufende Ausstellung In Nobody’s Service wurde unter anderem in der Galerie Wedding Berlin (2024), bei der Thailand Biennale in Phuket (2025) sowie im Rahmen von Dealing In Distance des Goethe-Instituts Südostasien (2026) gezeigt. Der Kurzfilm I don’t want to be just a memory (2022–24) feierte seine Premiere im Forum Expanded der 74. Berlinale.
Mit Sinema Transtopia kuratiert Sarnt Filmprogramme wie The Past Is Not Another Country (in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Filmmuseum Frankfurt), das sich mit alternativen Zugängen zum Umgang mit Filmarchiven beschäftigt. Sarnt arbeitet außerdem als Filmprogrammierer*in für das XPOSED Queer Film Festival Berlin und das Kurzfilm Festival Hamburg sowie als Gastprogrammierer*in für CinemAsia Amsterdam 2026. Zudem war Sarnt Jurymitglied bei Festivals wie Fantouche, MIXCPH, dem London Short Film Festival und weiteren.
Derzeit ist Sarnt Fellow Resident bei den Braunschweig Projects der HBK (2026–27).
Fallon Mayanja
Ko-Regie, Joy Boy: A Tribute to Julius Eastman, Forum
Pronomen dey/dem
Fallon Mayanja ist Soundkünstler*in, Komponist*in und Performer*in. Deys künstlerische Praxis arbeitet mit Stimme, elektronischer Musik und spekulativer Narration. Fallon ist Absolvent*in der Lisbon School of Fine Arts mit einem Post-Diplom in Sound Arts sowie einen Masterabschluss des INA GRM. Deys Arbeit ist stark in der Live-Performance verwurzelt. Fallons künstlerische Praxis untersucht Zuhören als politische und relationale Praxis, in der Klang, Technologie und Umwelt als miteinander verbundene Austauschmedien wirken. Neben der künstlerischen Arbeit entwickelt dey pädagogische Projekte mit Schwerpunkten auf Stimme, Zuhören, klanglichem Ritual und elektronischer Improvisation.
@fallon_mayanja
Offene Veranstaltung für 200 Personen, Tickets im Vorverkauf und Kontingent für Akkreditierte