TEDDY Directors Exchange #1
Abschnitt Info
Von wegweisenden Filmschaffenden wie Barbara Hammer und Cheryl Dunye bis hin zu aufstrebenden Stimmen wie Brydie O’Connor, Sophie Heldman und Sanduela Asanda reflektieren wir über die Vermächtnisse, die die heutige Filmlandschaft geprägt haben. In einem Akt des Gedenkens und als Aufruf zum Feiern richten wir unseren Blick auf jene Wege, die durch Widerstand, Vorstellungskraft und Mut geebnet wurden, sowie auf die Wege, die wir noch heute gestalten.
Datum: Montag, 16.02.26
Ort: HUB75, Marlene-Dietrich-Platz 1, 10785, Berlin
Beginn: 10:00 Uhr
Freier Eintritt
Moderation:
Ana David
Programmiererin, Berlinale Panorama
Pronomen: sie/ihr
Ana David ist Festivalprogrammiererin und Kuratorin und arbeitet zwischen Berlin und Portugal. Seit 2024 ist sie Beraterin des offiziellen Programms der Berlinale und seit 2017 Mitglied des Beratungsgremiums von Berlinale Panorama. Zudem ist sie Programmiererin beim Márgenes – Festival Internacional de Cine de Madrid. Zwischen 2021 und 2024 war sie Kuratorin am Batalha Centro de Cinema (Porto), wo sie die thematischen Programme „Politics of Sci-Fi“, „Domesticities“ und „After Hours: Clubbing on Film“ mitkuratierte. Zuvor war sie in Programmfunktionen unter anderem für IndieLisboa, das Berwick Film & Media Arts Festival, Oslo/Fusion, das BFI London Film Festival sowie Queer Lisboa tätig, letztere Position als Co-Direktorin. Darüber hinaus organisierte sie Retrospektiven zu Angelo Madsen Minax, Claire Denis, Joanna Hogg, Luísa Homem, Annemarie Jacir, Mai Zetterling und Jane Campion.
Regisseur*innen:
Sandulela Asanda
Regisseur*in, Black Burns Fast, Generation
Pronomen: sie/they
Sandulela Asanda (sie/they) ist ein*e Filmemacher*in aus der Eastern Cape Province und lebt derzeit in Kapstadt, Südafrika. Asanda hat einen akademischen Hintergrund in Rechtswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften. Asanda verfügt über einen Honours-Abschluss im Bereich Film von der AFDA Film School in Kapstadt. Der Studierendenfilm Nongqawuse erhielt positive Kritiken und wurde als südafrikanischer Beitrag für die Sektion Escolas des BRICS Filmfestivals 2019 ausgewählt. Nach dem Abschluss arbeitete Sandulela in Filmfestivals, Ausbildungseinrichtungen und der Filmproduktion.
Der erste professionell produzierte Kurzfilm Mirror Mirror feierte 2022 seine Weltpremiere im Shortcuts Programme des Toronto International Film Festival (TIFF) sowie 2023 seine Europapremiere bei der Berlinale in der Sektion Generation. Im selben Jahr gewann der Film den Preis für den besten südafrikanischen Kurzfilm beim Durban International Film Festival (DIFF). Der erste Langfilm Black Burns Fast wurde 2025 beim DIFF uraufgeführt und wird 2026 seine internationale Premiere bei der Berlinale feiern (ebenfalls in der Sektion Generation). Zuletzt arbeitete Sandulela als Autor*in an der Netflix-Serie Blood Legacy und ist als Werberegisseurin bei OSU Creative Productions tätig. Sandulela ist außerdem Absolvent*in der Filmmakers’ Academy des Locarno Film Festivals, des Durban Film Mart sowie der Realness African Screenwriter’s Residency.
Cheryl Dunye
Regisseurin, The Watermelon Woman, Retrospektive
Pronomen: sie/ihr
Cheryl Dunye wurde Anfang der 1990er-Jahre als Teil der sogenannten „Queer New Wave“ bekannt. Ihr Debüt-Langfilm THE WATERMELON WOMAN wurde bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin mit dem Teddy Award ausgezeichnet. Sie hat über 15 Filme realisiert, darunter den HBO-Film STRANGER INSIDE, und führte außerdem Regie bei hochwertigen Fernsehproduktionen wie LOVECRAFT COUNTRY, wo ihre Episode eine NAACP Image Award-Nominierung erhielt.
Sophie Heldman
Regisseur*in, The Education of Jane Cumming, Panorama
Pronomen: sie/ihr
Autorin und Regisseurin Sophie Heldman wurde in Hamburg geboren und wuchs in der Schweiz auf. Sie begann ihre Laufbahn mit der Mitarbeit an unabhängigen Filmproduktionen in New York und studierte anschließend Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB).
Satte Farben vor Schwarz (Colors in the Dark) mit Bruno Ganz und Senta Berger war ihr Spielfilmdebüt. Der Film feierte seine Premiere im Wettbewerb des Internationalen Filmfestivals von San Sebastián und war sowohl an den deutschen als auch an den Schweizer Kinokassen ein Erfolg.
The Education of Jane Cumming ist ihr zweiter Spielfilm.
Brydie O'Connor
Regisseurin, Barbara Forever, Forum
Pronomen: sie/ihr
Brydie O’Connor ist eine in New York ansässige Filmemacherin. Ihre Arbeit aktiviert Archive, indem sie queere Erzählstrukturen im dokumentarischen/nonfiktionalen Bereich einsetzt. Brydies Arbeiten wurden unter anderem von Creative Capital, Cinéma du Réel, Hot Docs, Frameline und der Stonewall Foundation gefördert und weltweit in Museen, bei Festivals und in Galerien gezeigt, darunter im Museum of Modern Art, beim BFI und bei DOC NYC. Der Debüt-Langdokumentarfilm BARBARA FOREVER feiert seine US-Premiere im Wettbewerb für Dokumentarfilme beim Sundance Film Festival 2026, gefolgt von der internationalen Premiere bei der Berlinale 2026.
Zuletzt wurde Brydie als Preisträgerin des Creative Capital State of the Art Prize für New York (2026) ausgewählt, nahm am Hulu/Kartemquin Accelerator (2023) teil und war Stipendiatin der ersten Runde des UFO Film Lab (2023–2024). Brydie ist Absolventin der George Washington University und entwickelte ihre Arbeiten unter anderem im Rahmen der Provincetown Film Society LGBTQ+ Filmmakers Residency (2024) sowie der On:View Residency (2024) in Savannah, Georgia.