Rumaragasa

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Mitte der 1990er-Jahre in der üppigen, aber bedrohten Landschaft der philippinischen Insel Sibuyan: Eli, ein zurückhaltender junger Mann, trägt die Last eines Traumas, das seine Community nicht anerkennen will. Der sexuelle Übergriff durch einen Gleichaltrigen, den Eli überlebt hat, ist sowohl von den Behörden als auch von Freund*innen als Rauferei abgetan worden. In der Folge hat sich Eli in eine Welt der Stille und Isolation zurückgezogen.  Als er in den dicht bewachsenen Bergen der Insel Zeuge eines mysteriösen Flugzeugabsturzes wird und versucht, andere zu alarmieren, begegnet ihm sein Umfeld erneut mit Unglaube. In seiner Einsamkeit klammert sich Eli an Bruchstücke von Geräuschen und Erinnerungen – oft mithilfe der Kassetten, die er bei sich trägt – und sucht nach Mitteln des Ausdrucks und nach der Wahrheit. Im Verlauf des Films prallen Persönliches und Gesellschaftliches aufeinander: Elis innerer Zerfall spiegelt das Schreckgespenst der Umweltzerstörung wider, das seine Heimatstadt bedroht. Was als stille Untersuchung der Innenwelten des Protagonisten beginnt, entwickelt sich zur Parabel darüber, wie Schweigen und Verleugnung sowohl Menschenleben als auch Natur zerstören können.

Details

  • Länge

    87 min
  • Land

    Philippinen
  • Vorführungsjahr

    2026
  • Herstellungsjahr

    2025
  • Regie

    Ryan Machado
  • Mitwirkende

    Elijah Canlas, Ron Angeles, Reynald Raissel Santos, Glenn Sevilla Mas, Rodney Galicha, Nathan Sotto
  • Produktionsfirma

    Daluyong Studios
  • Berlinale Sektion

    Panorama
  • Berlinale Kategorie

    Spielfilm