River Dreams
Heimatfilm anders: Kristina Mikhailova bittet Mädchen und Frauen, sich als Fluss zu imaginieren. Mädchen aus Dörfern, junge Städterinnen, LGBT- und Sex-Positivity-Aktivistinnen, eine Schuldirektorin, die die Vorzüge geschlechterrollenkonformer Erziehung lobt, Frauen im Gefängnis, Studentinnen, die vom Auswandern träumen, und immer wieder Gespräche über toxische Männlichkeit, sexuelle Übergriffe und schließlich der in der kasachischen Öffentlichkeit breit rezipierte Gerichtsprozess gegen einen Ex-Wirtschaftsminister, der seine Ehefrau Saltanat Nukenova brutal ermordete. Am Ufer des unscheinbaren Flusses Aksay sprechen die „river girls“ aber auch über Wünsche, Träume und Utopien. Das ist mutig, denn die Interviews finden vor einem oft nur schwer vorstellbaren genderkonservativen Hintergrund statt. Das dabei aufscheinende Panorama an weiblichen Lebensentwürfen inklusive Möglichkeiten, diese in Kasachstan zu verwirklichen, verbindet sich durch die Leitmetapher des Flusses zur Poesie. In radikaler Zärtlichkeit und beinah soziologischer Akribie manifestieren sich über Feministinnen-Demos und die Kunst aktiven Zuhörens Szenen des Politischen, im Zeichen von Sisterhood und Solidarität.
Details
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Länge
98 min -
Land
Schweiz, Großbritannien, Kasachstan -
Vorführungsjahr
2026 -
Herstellungsjahr
2026 -
Regie
Kristina Mikhailova -
Mitwirkende
Alexandra Cherezova, Dana Ageleuova, Mira Ungarova, Aiya Kuzenbayeva, Juliya Jenis, Kristina Mikhailova, Dariya Temirhan, Tamara Yelantseva, Yakha Alieva, Akzel Beisembay, Inzhu Abeu, Gulnaz Moldakhmet, Sandugash Manapova -
Produktionsfirma
24 FPS -
Berlinale Sektion
Forum -
Berlinale Kategorie
Dokumentarfilm
Bilder aus dem Film